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Geschichte von Feichten

Auszüge aus dem Heimatbuch der Gemeinde Feichten an der Alz, das 1993 anlässlich der 1250-Jahrfeier aufgelegt wurde.

Als die Flur von Feichten gerodet und hier ein Gehöft angelegt wurde, nannte man dasselbe Fuhte, Fiuhten, das heißt "bei den Fichten". Das Fichtengehölz war offenbar auf der Hochfläche, insbesondere gegen Schachen und Schächen, noch nicht abgetrieben, während die älteren -ham-Orte, Gramsham, Mankham und wohl auch Edelham, bereits bestanden.

Man wird die Gründung von Feichten um 600 bis 700 n. Chr. ansetzen müssen. Der Ort Feichten wurde bereits 739 n. Chr. unter dem Namen "Fuihte" bei einer Schenkung im Zusammenhang mit der Gründung von Kloster Herrenchiemsee zum erstenmal urkundlich erwähnt. Feichten selbst war um jene Zeit ein größeres Gehöft, das von Leibeigenen bewirtschaftet wurde und dem Vornehmem Hahold und seiner Gattin Berthild gehörte.

Das Mittelalter in Feichten von 785 bis 1377

ca. 785
Der Salzburger Erzbischof Arn kommt durch einen Tausch in den Besitz des Gehöfts, aus dem Feichten damals bestand.

16. Juli 815
Bestätigung des Tauschs durch Kaiser Ludwig. Aus dieser ältesten Beschreibung von Feichten geht hervor, dass die Ortsflur bereits im gleichen Umfang kultiviert war wie jetzt.

um 1150
Feichten kam mit anderen Lehen von Salzburg nach Kraiburg unter Pfalzgrafen Rapoto I. von Kraiburg-Ortenburg, ein Geschlecht, das damals im Chiemgau Grafschaftsrechte erlangt hatte. Feichten wird mit Kirchweidach, Tyrlaching, Oberbuch, Heiligkreuz sowie dem uralten Deinting zu einer Großpfarrei zusammengelegt. Feichten als der angesehene erzbischöfliche Gutshof und Sitz einer in hoher Gunst stehenden Ritterfamilie war als Pfarrsitz ausersehen, während die älteren und größeren Orte sich als Filialen fügen mussten.

1165
erste urkundliche Erwähnung eines Pfarrers in Feichten.

um 1259
Der bayerische Herzog Heinrich kauft das Erbe des Pfalzgrafen Raboto von Kraiburg – die Namensschreibung wechselt - und somit auch das Lehen von Feichten.

1286
Der Feichtner Herrschaftshof wird Pfarrhof.

1377
Erwähnung der Kirche von Feichten unter dem Namen: „Pfarrkirche unserer Lieben Frau zu Feuchten“. Die Kirche war damals schon der Mutter Gottes geweiht.

Die frühe Neuzeit von Feichten bis 1764

1502
Erstmalige Erwähnung, dass es in Feichten eine Schule gibt.

4. April 1502
Beginn der Erbauung der jetzigen Kirche in Feichten im gotischen Stil.

10. Aug. 1513
Der Bau der Kirche ist vollendet.

27. April 1518
Einweihung der Kirche von Berthold, Bischof von Chiemsee, samt den sechs Altären und dem Friedhof.

1643
Bau des 1. Schulhauses in Feichten. 

1644
Gründung einer Rosenkranzbruderschaft durch Pfarrer Johann Still. Sie wurde in den sechziger Jahren aufgelöst, als sie immer mehr an Bedeutung verlor.

1654
Baltasar Mez ist der erste bekannte Lehrer in Feichten.

1676
Umbau des als zu niedrig empfundenen Kirchturms. Bei diesem Umbau erhielt er wahrscheinlich auch die Kuppeln.

1. Sept. 1713
Als beim Wirt Feuer ausbricht, brennt das Schulhaus und der Kirchturm mit ab und die Glocken sind zerschmolzen.

1737 bis 1764
Umbau des Innenraums der Kirche durch den kunstsinnigen Pfarrer Joseph Anton Franz Mangold in eine herrliche Rokokoausstattung. Der durch Marienberg, Baumburg und Raitenhaslach berühmt gewordene Baumeister Franz Alois Mayr aus Trostberg führte die Arbeiten im Kirchenraum, mit den Säulen, dem Gewölbe und den Fenstern aus. Die Freskogemälde an den Gewölben und Schildbögen schuf der Trostberger Maler Joseph Soll.

Die neue Geschichte von Feichten bis 1912

1818
Bildung der jetzigen Gemeinde Feichten unter dem Namen "Ruralgemeinde Feichten". Erster bekannter Gemeindevorsteher (Bürgermeister) war im Jahr 1819 Joseph Reiter aus Irgreit.

20. Mai 1873
Gründung der freiwilligen Feuerwehr Feichten.

1889
Bau eines neuen Schulhauses in Feichten. 

1894
Beginn der Auflösung der Großpfarrei Feichten.

12. März 1890
Gründung der Krieger- und Soldatenkameradschaft Feichten.

1900
Gründung eines Schützenvereins in Feichten.

1901
Innenrenovierung der Kirche.

1. Mai 1912
Gründung des Gartenbauvereins Feichten.

Die neueste Geschichte von Feichten

1923
Gründung eines Burschenvereins in Feichten, der bei der Machtübernahme der NSDAP 1933 wieder aufgelöst wurde. Die Fahne des Vereins kam im Jahre 1973 in den Besitz der Birkhahnschützen Eschetshub - Feichten.

1926
Gründung der Katholischen Landjugend (KLJB) Feichten.

1928
Gründung eines Schützenvereins in Eschetshub.

1948
Zusammenschluss der Schützenvereine aus Feichten und Eschetshub und Wiederaufnahme des Schießbetriebes in Eschetshub. Der Verein wurde 1971 umbenannt in „Birkhahnschützen Eschetshub - Feichten“.

1949
Gründung des Turn- und Sportvereins Feichten.

1959
Gründung des Tischtennisclubs Feichten.

1963
Die Gemeinde bekommt offiziell den Namen "Feichten a. d. Alz".

1965/66
Bau der jetzigen Schule mit Lehrerwohnhaus und Gemeindekanzlei.

1971 - 73
Innenrenovierung der Kirche.

14. März 1971
Gründung des katholischen Frauenbunds Feichten.

1977
Auflösung des Tischtennisclubs Feichten und Aufnahme in den TSV Feichten.

1986
Gründung der Theatergruppe Feichten.

1987
Außenrenovierung der Kirche.

11. Nov. 1987
Gründung des Musikvereins Feichten.

1993
Jubiläumsjahr zum 1250-jährigen Bestehen von Feichten.

2001
Einweihung der neuen Kirchenorgel in der Pfarrkirche.

2002
Einweihung des neuen Schützenheimes der Birkhahnschützen in Eschetshub.

2005 - 2006
Bau der Asphaltbahnüberdachung (Festhalle) und einer Turnhalle durch den TSV Feichten.

2007
Einweihung der Festhalle (Asphaltplatz) und der Turnhalle durch Pfarrer Michael Witti.